Eva Scheiner von der Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen vertrat die unterfränkischen Realschulen bei einem Empfang in München, so eine Pressemitteilung der Realschule. Ministerpräsident Markus Söder und Kultusministerin Anna Stolz hatten aus allen Schularten 79 der besten Schüler und Schülerinnen des Abschlussjahrgangs 2025 nach München eingeladen, um ihre herausragenden schulischen Leistungen und ihr vorbildliches Engagement zu würdigen. Der folgende Text ist einer Pressemitteilung entnommen.
Aus allen unterfränkischen Realschulen wurde für diese Auszeichnung Eva Scheiner ausgewählt. Die sozial hoch kompetente, zielstrebige, motivierte Schülerin erzielte nicht nur einen hervorragenden Notendurchschnitt. Sie engagierte sich zwei Jahre lang als Tutorin für eine 5. Klasse. Hier organisierte sie Veranstaltungen und vermittelte geschickt bei Konflikten. Als Lerntutorin im Fach Mathematik ist es ihr gelungen, jüngere Schüler mit großem Erfolg zu unterstützen. Sehr großes Engagement hat Eva auch bei Spendenaktionen an der Schule gezeigt. Außerhalb der Schule ist die Absolventin in der Kirchengemeinde als Oberministrantin und Ober-Rapplerin aktiv. In ihrer Freizeit spielt sie zudem Korbball und Tischtennis im Verein, auch agiert sie als ausgebildete Schiedsrichterin bei Korbballspielen.
Die ausgezeichneten Absolventen und Absolventinnen erhielten im Rahmen einer Feierstunde eine persönliche Urkunde, einen Becher mit Staatswappen sowie einen Büchergutschein.



Als die warmen Bläserklänge des Schulorchesters wie ein funkelnder Auftaktvorhang die Aula erfüllten, war sofort spürbar: Dieser Tag an der Ludwig-Derleth-Realschule in Gerolzhofen würde ein besonderer sein. Zwischen festlichen Tönen nahmen Landrat Töpper, Bürgermeister Wozniak und Vertreter desElternbeirats ihre Plätze ein, als Ministerialbeauftragter Herr Ramsteiner zur Würdigung der Schule das Wort ergriff.
Schon in seinen ersten Sätzen schwang tiefe Anerkennung mit. Die musikalische Darbietung sei „ein klingender Beweis gelebter Schulqualität“. Ramsteiner zeichnete ein Bild von Bildung, das weit über Hefte und Hausaufgaben hinausreicht: Schulen sollen „Geist und Körper, Herz und Charakter“ formen. Dies gelinge der LDR besonders durch die Öffnung des Unterrichts für vielfältige außerunterrichtliche Aktivitäten, die jungen Menschen Erfahrungen schenkten, „an die sie sich noch lange erinnern werden“. Ob der Raketenbesuch der Deutschen Raumfahrtagentur, der die Schule im wahrsten Sinne „abheben“ ließ, der Vortrag eines ehemaligen Neonazis als Weckruf für Demokratie, der Besuch eines Motivationscoaches oder Projekte zu Fair Fashion, diese Vielfalt liest sich wie ein buntes Mosaik gelebter Bildung. Auch der Friedens-Songtext der Klasse 9a, der beim Europäischen Wettbewerb 2024/25 den Bayerischen Landespreis holte, fand besondere Würdigung. Jede Aktivität stärkt die soziale und kommunikative Kompetenz der Jugendlichen.
Von 45 Realschulen in Unterfranken erreichte die LDR den Spitzenplatz für ihr überragendes Engagement über den Unterricht hinaus. „Das echte Leben kommt in den Schulalltag und startet nicht erst nach, sondern bereits in der Schule“, so Ramsteiner. Als Zeichen der Anerkennung erhielt die LDR eine Urkunde und einen Geldpreis, ein Startkapital für neue Ideen und die Verwirklichung zukünftiger Projekte. Ramsteiner dankte der gesamten Schulfamilie und bedankte sich bei Landrat Töpper für die hervorragende Ausstattung der Schule durch den Sachaufwandsträger. Die Urkunde trägt die Unterschrift von Kultusministerin Anna Stolz, ein sichtbares Zeichen des Stolzes, der an diesem Tag durch Gerolzhofen wehte.
Der bundesweite Vorlesetag hat auch in diesem Jahr seinen Zauber entfaltet, wenn auch unter eher frostigen Bedingungen. Kürzlich machten sich vier Schülerinnen der Klasse 10b der Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin, Frau Przybylla-Demel, auf den Weg in den Waldkindergarten. Es war der erste Tag, an dem selbst tagsüber Minustemperaturen herrschten. Doch weder klamme Finger noch eisiger Atem konnten die Vorleserinnen davon abhalten, den Kindern eine besondere Begegnung mit Geschichten zu schenken. Glücklicherweise verfügt der Waldkindergarten über zwei warm Rückzugsorte: das urige Holzhaus mit knisterndem Kachelofen und den gemütlich verglasten Bauwagen, das „Eulennest“, ebenfalls wohlig beheizt. Dort versammelten sich die Kinder eng aneinander, während draußen der Reif auf den Ästen glitzerte.
Der Vorlesetag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“. Es betont, dass Geschichten Brücken bauen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Stimme. Vorlesen schafft Verständnis, stärkt den Austausch und legt den Grundstein für das Lesenlernen. „Nutz Deine Sprache, nutz Deine Stimme und lies vor“, dieser Gedanke begleitete auch die vier Schülerinnen, die mit sichtbarer Freude ihre sorgfältig ausgewählten Bücher präsentierten.
Als die Geschichten verklungen waren, blieb ein warmes Gefühl im Raum zurück, fast so, als hätte jedes vorgelesene Wort ein kleines Licht entzündet. Die Kindergartenkinder rückten neugierig näher zu den Vorleserinnen, stellten Fragen, lächelten und zeigten offen ihre Freude über den besonderen Besuch. Die vier Zehntklässlerinnen Elisa Kraiß, Lina Ebert, Angelina Sterk und Emila Jonas spürten, dass sie an diesem frostigen Wintertag mehr als nur Geschichten mitgebracht hatten: Sie hatten Gemeinschaft geschaffen.




